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Ausgebrannt

Geschrieben in Lesen,Peak Oil von Olaf Schilgen am 13 November 2010

Ich habe das Buch Ausgebrannt vor dem 20. Februar 2007, dem Erstverkaufstag, gelesen.

Dieses Buch ist zu keiner Zeit aktueller gewesen als heute – aber das bedeutet keinesfalls, daß das Buch etwa „in diese frische Diskussion hineingeschrieben wurde“, um einfach mal auch dieses Thema als Roman abgehandelt zu haben. Ganz falsch.

Dieses Buch ist sein bisher bestes – oder vielleicht eher wichtigstes und inhaltsreichstes.

Andreas Eschbach lebt seit einiger Zeit in der Bretagne, mit ordentlich Wind und ursprünglicher Natur um die Fenster. Und ich bin sicher, daß dieses Buch so nicht entstanden wäre, hätte er sich nicht als Schriftsteller ein wenig aus dem Trubel dieser Welt an eine der schönen, ursprünglichen Ecken ebenselbiger zurückgezogen, bzw hinbegeben.
Die Welt, so wie wir sie kennen, wird sich verändern. Andreas Eschbach hat in der fernen Bretagne am Fenster gesessen, diese unsere Zukunft vorgedacht, und dann in hochspannender Form zwischen diese Buchdeckel getippt.
Da liegt sie nun, unsere Zukunft. In fast jeder Buchhandlung auf dem Büchertisch, bereit, von Ihnen gelesen zu werden, auf daß sie vielleicht anders wahr werde … .

Das Buch atmet eine Überzeugung, daß diese Welt sich verändern wird, die erschrecken macht. Niemand anderes als ein Sciencefiction-Autor kann diese zukünftige Welt uns wirklich verständlich vor Augen führen, damit man wirklich versteht, daß man real mitfühlt, was es für die Figuren in diesem Buch bedeutet, was es für einen selbst bedeutet. Wie es auch uns treffen könnte …

Auf einen Satz gebracht:
Das Unvorstellbare, das Leben ohne Öl, wird durch dieses Buch erschreckend vorstellbar. Sie werden manches in ihrem Leben neu denken.

Doch es bleibt ein Buch, ein spannendes Buch: damit lässt es sie nicht los, sie wollen einfach das im Keller verborgene Geheimnis erfahren, das Herrn Anstätter sein Haus verkaufen ließ, sie wollen wissen, wie die Geschichte von Markus Westermann, „Mark S. Westman“, weitergeht …

Ach, und wenn sie eine Methode fertig entwickelt haben, mit der sie die tausendfache Menge des heute verfügbaren Erdöls finden werden – dann wissen sie nach der Lektüre dieses Buches genau, was sie mit dieser Methode machen müssen, um die Welt zu retten, … und wer am Ende wirklich den Preis bezahlt.

Wenn sie jedoch einfach nur ein paar verdammt spannende abendliche Lesestunden verbringen wollen – dann lesen sie dieses Buch ebenso unbedingt, ganz unvoreingenommen und entspannt. Obiges wird ihnen dann erst danach dann in den Sinn kommen, und sie sobald nicht mehr loslassen …

Falls sie jemals vor der Frage stehen sollten, welches „eine Buch“ sie auf eine einsame Insel mitnehmen sollten: Nehmen sie dieses.
Ausgenommen den Fall, es ist eine Insel vollkommen frei von Öl. Dann lachen sie einfach, und nehmen ein Buch über Gartenbau …

Lesung Garten Eden

Geschrieben in Lesen von Olaf Schilgen am 12 Oktober 2010

Andreas Eschbach – Garten Eden


Lesezeit: 24 min.

Hinweis: Der Roboter redet nur ganz kurz am Anfang zur Vorstellung des Autors!
Das ist eine Geschichte aus seinem Buch „Eine unberührte Welt„, übrigens sehr zu empfehlen!
September 2008 bei Bastei-Lübbe. Taschenbuch, € 8.95 Originalausgabe.
ISBN 978-3-404-15859-1

siehe auch: AndreasEschbach.de/lesung.html
Download Garten Eden.mp3