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FTD-Aus

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 25 November 2012

 

Die FTD wird eingestellt. Das ist eine traurige Nachricht.

Ich frage mich dabei, ob die Einstellung des nach breiter Einschätzung besten journalistischen Produkts nun das Qualitätsniveau der anderen G+J Titel sinken lassen wird. Oder wird das, was bei der FTD an gutem, kritischem Journalismus zu finden ist, in eine Aufwertung der anderen Blätter übergehen wird? Vermutlich nicht.
Die Gesamtmeinungs-Bandbreite aus dem Hause Gruner + Jahr verliert somit eine der Meinungs- und Kommentar-Speerspitzen.

Warum gab es die wirtschaftsbezogenen Kommentare nicht auch ab und an als Gastbeiträge im Stern? In Geo? In anderen Aggregatzuständen als einer Wirtschaftszeitung? Ergänzt um eine andere, ergänzende Sichtweise dazu? Nutzung von Synergien über die reinen Wirtschaftszeitungen hinaus wäre doch wichtig gewesen!
Ich frage mich: Warum wurde das wirtschaftspolitische Wissen in der FTD nicht auch als Querschnittswissen in andere Redaktionen mit ganz anderer „üblicher“ Zielgruppe des Hauses G+J getragen? Kann man diese übergreifenden Themen nicht auch als Grundlagenforschung betrachten, die man sich als Grundlage für einen guten Pressekonzern leisten sollte?

Warum ist niemand bei G+J einmal auf die Idee gekommen, dass es beinahe nichts wichtigeres gibt, als den wirtschaftspolitischen Prozess journalistisch zu begleiten und zu kommentieren? Schließlich ist das, was die abstrakte Wirtschaft als Summe real an Waren und Gütern hervorbringt die Quelle und die Basis all des realen Wohlstands. Ohne die gesamten realen Dinge, ohne all die Sachen, die „die Wirtschaft“ auf bislang noch nicht voll verstandene Weise real werden lässt, ist keine BunteBilderZeitung denkbar.

Die wirklich grundlegende Frage:

Warum wird eine Zeitung wie die FTD gerade mitten in der spannendsten Diskussion überhaupt, der Frage nach der Zukunft der westlichen Wirtschaftsform, auf der Frage nach der Zukunft des Kapitalismus, einfach eingestellt, ohne eine finale Antwort gegeben zu haben, ohne die Chance dazu zu haben? Die FTD hat an vielen Stellen die richtigen Fragen gestellt – und war so Teil der Diskussion.
Ich hätte gern noch ein wenig tiefer und weiter diskutiert.

Olaf Schilgen

 

 

 

Blöd Verteilung

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 22 Juni 2012

Ich habe mich austragen lassen, um Deutschlands blödeste Zeitung nicht im Kasten zu haben, wenn es morgen laut Ansage von Blödzeitung eigentlich für alle Blöd werden soll.

Mal sehen, ob die Logistik das hinbekommt, mich nicht zu beliefern …

Blöd wäre, wenn ich das Blödblatt doch kriege.

belauscht!

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 8 April 2012

Eine neue einmalig geniale Entdeckung mit Hilfe der Süddeutschen Zeitung in den Weiten des Netzes:

„Belauscht.de“

Da wird der Alltagswahnsinn in bester Dokumentationsmanier gedanklich mitgeschnitten und nächtens (oder auch tagsüber) protokolliert.
Wer die Stilblüten des täglichen haarscharf an der Rechtschreibung oder Logik vorbeigleitenden Wortbreis genießen will, muss diesem Portal einen Besuch abstatten.

Zur Anfütterung der Löwenmähne des Webs hier ein paar „Best of“-Zitate:

 

Umeå. In der Universität.

Meine Kollegin und ich fragen unseren Professoren nach schönen Routen fürs Skilaufen.
Er kramt daraufhin in seiner – professorenhaft chaotischen – Kiste mit Landkarten.
Kollegin: „Du bräuchtest einen Sklaven der hier mal aufräumt.
Professor (trocken) : „Eigentlich habe ich sogar zwei, aber die gehen andauernd Skilaufen.

 

Augsburg, in einer Schule während der Hausaufgabenbetreuung:

Betreuerin zu Schüler, der schon mehrfach gestört hat: „Jetzt hör doch mal bitte endlich mit dem doofen Getue auf!
Schüler: „Ich bin nicht doof! Sie können mich doch nicht doof nennen!
Betreuerin: „Okay, hmm, also: Du legst gerade ein taktisch sehr unkluges Verhalten an den Tag. Besser?
Schüler: „Hä? Check ich nicht.
Betreuerin: „Siehste!

 

München. In der U-Bahn.

Zwei Teenager (ca. 16) unterhalten sich über die Sprachen, die sie sprechen.

Sie: “Ich spreche Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch.”
Er: “Spanisch? Ist doch für’n Arsch. Die gehen eh bald pleite und müssen dann ihre Sprache verkaufen!”


Würzburg, S.Oliver-Arena:

Vor dem Clueso-Konzert, die meisten Zuschauer haben schon Platz genommen und warten auf den Auftritt. Eine Frau mit Begleitung tippt auf ihrem Smartphone herum, dahinter sitzt ein Jugendlicher und beobachtet die Frau nervös. Irgendwann hält er es nicht mehr aus und klopft die fremde Frau von hinten an.
Junge: „Boah, könnt ich mal kurz dein Handy haben?
Junge Frau: „Äääh… Nein?! Wieso??
Junge: „Ich muss unbedingt mal auf Facebook… ich muss noch bei Kingdoms of Camelot meine Truppen ausbilden!

 

Heilsbronn, am Bahnhof:

Ein alter Mann steht vor mir am DB-Automaten und kommt offensichtlich mit der neuen Touch-Technik nicht so klar. Irgendwann stößt er mit seinem Gehstock gegen den Automaten und schreit ihn an: „Früher hätte man sowas an die Wand gestellt und erschossen!“

 

Kronach, in einem Supermarkt:

An der Kasse steht eine Dame mit zwei Jugendlichen, die jeweils einen Stapel Schulsachen vor die Kassiererin legen. Die Kassiererin scannt alles ein und teilt der Kundin dann mit: „Das macht 54,80. Bei einem Einkauf über 25 Euro erhalten Sie heute zehn Prozent Nachlass, das wird sofort abgezogen.“
Darauf die Kundin: „Mensch, hätten Sie das doch mal eher gesagt, dann hätt ich das auf zweimal bezahlt!“

 

Schweinfurt, bei McDonald’s:

Mann: „Willst du was essen?“
Sohn: „Nein.“
Mann: „Willst du was trinken?“
Sohn: „Nein!“
Mann: „Willst du weiter?“
Sohn: „Nein!!“
Mann (belustigt): „Willst du ein iPad?“
Sohn: „NEEEINN!!!“

 

 

 

 

 

 

 

 

Peak Oil and everything

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 24 Dezember 2011

Peak Oil habe ich in kurzen Sätzen hier schon auf meiner Webseite erläutert:

Die Problematik in sehr unterhaltsamer Form kann man in diesem Film betrachten:

Darüber hinaus beleuchtet dieser Film die von der Energie abhängigen Themen über die reine Energie-Problematik insgesamt:

Quelle: Youtube

Beides keine ganz undramatischen Themen.
Aber wir werden damit leben müssen, und eine Lösung finden.
Wie auch immer sie aussieht.

Frohe Weihnachten!

Google goes Asphalt

Geschrieben in Home,Technik von Olaf Schilgen am 1 April 2011

Eine echt abgefahrene Meldung zu dem bislang im Netz sich ausbreitenden Kraken Google:

Zitat:

Google goes Asphalt
„Google erweitert die Geschäftstätigkeit, und wird zukünftig nicht nur erlebbar, sondern tatsächlich erfahrbar: Als Carsharing-Angebot mit dem Titel „Google NetFleet“ ergänzt dieses Projekt zukünftig die Dienste von Google. Die bisher schon laufenden Aktivitäten zu E-Mobilität mit umgebauten PlugIn-Hybrid Fahrzeugen auf Basis des Toyota Prius und auch die Forschungen zu Roboter-Fahrzeuge der beiden Google-Gründer Larry Page and Sergey Brin bekommen so eine neue Dimension. Daimlers Car2Go und BMWs DriveNow bekommen unerwartete Konkurrenz.

Google setzt mit den unterschiedlichen Software-Projekten, Dienstleistungen und Webfunktionen auf viele Pferde – und zukünftig offensichtlich auch auf Pferdestärken. Wie gestern bekannt wurde, hat Google weitgehende Pläne, in das vernetzte CarSharing in Verbindung mit mobilen Online-Diensten einzusteigen. Bislang hat Google mit Straßenfahrzeugen nicht viel zu tun. Google betreibt derzeit, wie bekannt sein dürfte, nur eine Flotte von Kamerafahrzeugen, die weltweit die Straßenansichten für das StreetView-Projekt liefern.

Doch der jetzt bekannt gewordene Plan dürfte nicht nur im Web auf ziemlich große Resonanz stoßen. Google will, ähnlich wie schon Daimler mit dem Projekt „Car2Go“, BMW mit „DriveNow“ und, bei uns eher unbekannt, auch Peugeot mit „Mu“, sehr breit ins CarSharing einsteigen. Dazu ist eine Kooperation mit einem bislang nicht genannten Automobilhersteller geplant. Weiter soll sich diese Flotte in den Plan von Google, zu 100% regenerative Energien für den Betrieb der Serverparks zu nutzen, einfügen. E-Fahrzeuge sind somit ausdrücklich Teil der Überlegungen. Ob es sich dabei um eine reine E-Fahrzeug-Flotte handeln soll, wurde jedoch nicht bestätigt, aber nicht ausgeschlossen.

Das fügt sich zu einem stimmigen Bild, denn die US-Regierung hat, wie der Sprecher von Obama bestätigte, Unterstützung des Projekts zugesagt. Wie diese Unterstützung konkret aussehen wird, ist allerdings noch unklar. Ebenso unklar ist, wie die Zusammenarbeit mit dem noch ungenannten Automobilbauer aussehen wird. Ob es nur eine Übernahme von bereits angekündigten Fahrzeugen in den Pool von Google sein wird, oder ob Google sich möglicherweise eine eigene Fahrzeugvariante stricken will, ist somit offen für Spekulationen. Denkbar wäre sicher eine Nutzung des Volts von GM oder Tesla – aber auch Daimler will ja in den USA ihre Car2Go-Flotte ausrollen. Denkbar wäre auch der Nissan Leaf als reines E-Fahrzeug. Konkrete Fragen dazu wollten aber weder Google noch die genannten Autohersteller beantworten.

Das Konzept überrascht im ersten Moment – Google goes Asphalt – doch mit ein wenig Nachdenken, kann diese Lösung tatsächlich überzeugen. Google sieht offensichtlich neue Nutzungskonzepte, die den Autoherstellern noch den Schweiß auf die Stirn treiben könnten. Es dürfte klar sein, dass das Modell – wie auch immer es aussehen wird – nicht darin bestehen wird, einfach Autos zu verkaufen. Eine wesentliche Bedingung bei neuen Projekten von Google ist stets, wie Gründer Larry Page einmal im Interview bestätigte, dass es möglich sein muss, mit Einmalinvestitionen hohe laufende Erträge zu generieren. Das ist sowohl bei StreetView als auch bei Google Maps der Fall.

Wie dieses Geschäftsmodell bei Google NetFleet aussehen soll, wurde bislang nicht weiter erläutert. Dass jedoch das Internet die junge Generation inzwischen mit iPhone und iPad stärker fasziniert, als der neueste Sportwagen, dürfte sich herumgesprochen haben.“

Was steckt dahinter? – Keine Ahnung, aber bei Google ist natürlich immer Werbung mit im Boot. Also kann man annehmen, dass man demnächst auf Zuruf so ein Auto, (selbst fahrend!), am Bordstein in Empfang nehmen kann, sich dann hineinsetzt – und „Bitte die nächste Pizzeria anfahren“ ruft – woraufhin man dann automatisch dort hingefahren wird.

Vermutlich ist die Fahrt dann auch noch kostenlos – man muss sich nur die andauernde Werbung ansehen, und kann vermutlich ganz einfach aus dem Auto heraus direkte Bestellungen aufgeben.

Hm. Ich weiß noch nicht, wie ich darüber denke. Klingt cool jedenfalls.

Kapitalrendite – wo ist das Pedal des Perpetuum Mobiles des Kapitalismus?

Geschrieben in Home,Wirtschaftstheorie von Olaf Schilgen am 29 März 2011

Dass verschiedene Banken sich eine Eigenkapitalrendite von 25% als Ziel ausgeben, dürfte bekannt sein. Das Ziel ist so auch in Ordnung – wie jedes Ziel, das sich jemand setzt.
Dass dieses Ziel derzeit als „zur Zeit nicht erreichbar“ bezeichnet wird, ist gerade hier (Capital.de) nachzulesen.
Dazu steht dort, dass der durchschnittliche Investmentbanker 403.000 Euro im Jahr „bekommt“.

Aber ganz abgesehen von einer „wer bekommt wieviel“-Debatte: Was treibt dieses offensichtlich jahrelang gut laufende „Schein-Perpetuum-Mobile“ an? Offensichtlich gibt es hier doch eine Menge Geld zu „holen“.
Wie kann das funktionieren?
Der Kommunist wird darauf sicher sagen, dass es eine Verteilungsungerechtigkeit gibt. Der Kapitalist wird darauf verweisen, dass das so nicht stimmt, denn wenn alle im Wettbewerb stehen, ist das gut für alle, und die Wirtschaft wächst.

Mir schleichen leise Zweifel durchs Hirn, dass das die letzte Antwort ist.
Denn wie kann es sein, dass es offensichtlich bislang allein durch ein „Wirtschaftssystem“ eine so gigantische Zunahme an Volksvermögen, an Bauwerken, Fabriken, Häusern, Straßen Autos, Schiffen, Abermillionen von Fernsehern, und im Endeffekt an irgendwann von irgendwem geleisteter Arbeit gibt?

Ein Haus mit seiner Händer Arbeit zu bauen kostet eine Menge Zeit und Energie. Ich habe mir mit meinen eigenen Händen, mit Axt, Beil und Säge, eine Hütte gebaut. Steht links unter „Gamme“ zu bewundern. Dazu habe ich etwa 150 Bäume gefällt, geschält, und dann passend gesägt zusammengesetzt. Dann habe ich Birkenrinde darübergeschichtet, und das ganze mit Graswurzeln abgedeckt.
Ich hab dafür zwei Jahre gebraucht, besser die Urlaube in zwei Jahren. Und ich habe eine Motorsäge genutzt – ohne hätte ich leicht die doppelte Zeit benötigt. Nur eine kleine Motorsäge!

Wie lange würde es dauern, den Burj Khalifa ohne Maschinen zu bauen?
Wieviel Energie steckt allein in diesem Bauwerk, in den Baumaterialien?
Wie kann ein Schreibtischtäter, als Investmentbankster getarnt, im Schnitt mit 403.000 Euro nach Haus gehen?
Wer hat da für ihn Arbeit geleistet, die er abschöpft?
Wer hat die Energie in welches System wie hineingegeben, das solche „Gewinne“ ermöglicht?

Wenn eine Volkswirtschaft immer „reicher“ wird – wer leistet da noch die Arbeit?

Eine interessante Frage, wie ich finde – und ich habe eine Antwort, die mir vorschwebt.

Internet-Killswitch

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 5 Februar 2011

Wie die Ägypter herausgefunden haben, kann man das Internet auch einfach so abstellen.
Das ist natürlich was für meine Unterrubrik „Killswitch“. Ich hab nur noch keine Angabe gefunden, wo der Schalter vom Ägyptischen Internet steht. Sachdienliche Hinweise bitte an mich.

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Testbild

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 13 Dezember 2010

Gerade schneit es wie dumm, und ich muss daran denken, wie schön es früher war, wenn man abends rechtschaffen müde vom Testbild der Sendeanstalten daran erinnert wurde, wann es Zeit war ins Bett zu gehen.
Wäre das nicht genau das, was man sich momentan wirklich gern anschauen würde? Um dann kurz darauf im Bett zu verschwinden? Und Winterschlaf zu halten?
Vermutlich … leider gibt es im Fernsehen kein Testbild mehr, und ohne Fernseher ist es nochmals schwieriger geworden.
Sehr traurig das …

Aber:
hier habe ich einmal eines eingestellt:
Tesbild Fernsehen

Wikileaks

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 7 Dezember 2010

Man kann ja meinen, glauben und denken darüber, wie man möchte. Aber dass Wikileaks nun durch die beginnenden „Abwehr-Reaktionen“ umso mehr Unterstützung findet, darf man als Fakt bezeichnen.

Zahllose 1:1 Kopien des Wikileaks-Contents finden sich auf immer mehr Servern. Bis auf weiteres ist Wikileaks ebenso unter der IP-Adresse http://213.251.145.96/ zu erreichen. Das ist die Adresse, auf die über die „Namens-Übersetzung“ von www.wikileaks.org bislang verwiesen wurde, bis der Betreiber dieses Domainnamenhostings aus sehr ungewöhnlich zweifelhaften Gründen entschied, die Registrierung des Domainnamens nicht mehr zu verlinken.

Ab da begann die Gegenwehr des Netzes … Stand heute: über 750 Kopien weltweit auf zahllosen Servern …

Feine Sache das.

Home – Hallo Welt

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 14 November 2010

Hallo Welt,

ich glaube, das sind die Worte, die zu Beginn im Web modern waren.

Ich habe nun gestern meine Webseite erweitert um ein Web-Log-, kurz Blog, und werde Zug um Zug die Inhalte transferieren.
Das klingt nach Arbeit … und viel Zeit, die ich derzeit nicht in der Menge habe, wie ich es mir wünsche.

Grüße,

OlafS