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Ricardos Irrtum

Geschrieben in Wirtschaftstheorie von Olaf Schilgen am 31 Dezember 2011

David Ricardo hat den komparativen Kostenvorteil beschrieben.

 

Er hat das, wie die Wirtschaftswoche schreibt, am Beispiel des Handels mit Wein und Tuch beschrieben.

Die Annahme ist in seinem Fall, dass hier Portugal und England beide gemeinsam Tuch und Wein herstellen. Portugal gelingt dies mit 90 Arbeitern für 1000 Rollen Tuch, und80 Arbeitern für 1000 Fass Wein. In England dagegen werden für 1000 Rollen Tuch 100 Arbeiter benötigt, und für 1000 Fass Wein 120 Arbeiter.

Ricardo sagt nun, dass es insgesamt für die Portugiesen in jedem Fall einfacher ist, Tuch oder Wein herzustellen, es sich trotzdem für sie lohnt, sich auf Wein zu beschränken, und mit England in eine Handelsbeziehung einzutreten.

Die Arbeitsteilung soll so aussehen, dass England das tut, was es am besten kann: Tuch herstellen (auch wenn es das nicht so gut kann wie Portugal) und Portugal sich auf die Produktion von Wein beschränkt.Das, so Ricardo, wäre zu aller Vorteil.

Das Nachrechnen dieser Annahme belegt seine Aussage zunächst: Die Arbeiter, die in Portugal nun kein Tuch mehr herstellen (90 Arbeiter) produzieren nun auch Wein. Damit erhöht sich der Ausstoß von Wein um weitere 1125 Fässer. Es stellen in Portugal also 80 (alte Weinarbeiter) und 90 (neue Weinarbeiter aus der Tuchproduktion) nun insgesamt 2125 Fässer Wein her.

Dagegen in England: Die 120 Arbeiter, die bislang wenig effektiv Wein hergestellt haben, gehen nun auch in die Tuchproduktion. Da in England ein Arbeiter 10 Rollen Tuch herstellen kann, erhöht sich die Gesamtproduktion auf 2200 Rollen Tuch.

Das ist der komparative Vorteil, den Ricardo benennt.

 

Meine Meinung dazu, ganz ehrlich?

Wieso hat niemals jemand diesen scheinheiligen „Großen Ökonomen“ widerlegt? Das ist doch bodenloser Unsinn, aus Mangel an Logik!
Gut, er lebte in einer Zeit, in der er das nicht erkennen musste. Man muss es ihm zugute halten, dass er einem von ihm nicht erkannter grundlegender Irrtum erlag.

Er misst Effektivität allein in Geld – und das ist unvollständig.

Die Kritik, die ich dazu habe, die die offenen Fragen, die er nicht benennt:
Wo ist die unsichtbare „Dunkle Energie“ in seiner Rechnung, die die Mehrarbeit leistet?
Denn wie kann es sein, dass mit „gleicher“ Ausgangsmenge von „Arbeitsaufwand“ in seinem Idealzustand plötzlich mehr Waren erzeugt werden?
Das allein soll vermutlich durch die „Effektivität“ erreicht werden. Doch das reicht als Erklärung nicht aus.

Das wäre, auf die Physik übertragen, die Beschreibung eines Perpetuum Mobile, welches durch „geniale“ Anordnung von Räderwerk, Magnetkraft und Radiumsonden mehr Energie abgibt, als es erzeugt.
Die „Effektivität“ des Räderwerks solcher Konstruktionen mag beeindruckend sein – doch Energie verbrauchen sie immer.

Wo ist der Ökonom, der auf das große schwarze Loch weist, aus dem die zusätzlichen Fässer Wein quellen sollen, und das Ricardo weder benennt noch erläutert?
Wo ist der Ökonom, der aufzeigt, dass der zusätzliche Wein, das zusätzliche Tuch auch aus Materie erschaffen werden wollen – und dass das mit rein menschlicher Arbeit leider nicht geht, noch niemals ging, und niemals gehen wird? Wo ist der Ökonom, der erkannt hätte, dass es Energie braucht, um Dinge herzustellen? Nicht bloß Geld, um Energie zu kaufen? Das Herstellen von Dingen ist das Umformen von Materie mittels Energieaufwand. Menschlicher Energie (zunehmend weniger) und Fremdenergie (Als Prozessenergie, Transport, Werk oder Formenergie, zunehmend mehr).

Ricardo unterliegt dem Irrtum, nach dem Effektivität, solange sie in Geld gemessen wird, objektiv sei.

Das ist sie nicht. Das Messen in Geld ist nur eine Scheinobjektivität innerhalb des Geldwertraums. Das Geld eignet sich gut, um alle Dinge innerhalb dieses Geldwertraums gegen- und miteinander zu vergleichen und einzupreisen. Aber um die Gesamtmenge des Geldwertraums objektiv zu beschreiben, eignet sich das Geld nicht.

Die wirklich notwendige ARBEIT ist nicht allein die, die von den Arbeitern dort geleistet wird.

Was ist ein Wein Fass?

Eine Mischung von Substanzen (die in Pflanzen durch Sonneneinstrahlung und die chemische Mikromaschine Chlorophyll in Pflanzen entstehen),
die aus diesen Pflanzen (mit menschlicher Lesearbeit in Form von Pflücken der Trauben) gewonnen werden,
die aus den gelesenen Trauben (mit menschlicherFußstampf-Arbeit) als Pflanzensaft ausgepresst werden,
der (in von Menschenhand gemachten Fässern) umgefüllt und gelagert,
dort von Hefen (die von dem in dem Saft enthaltenen Zucker leben und daraus Alkohol produzieren) in Wein verwandelt wird.

Das ist Wein.
Ist es plausibel, dass die Arbeiter in Portugal wirklich „effektiver“ arbeiten können, weil sie Portugiesen sind?

Nein, sicher nicht. Es steht ganz bedeutend viel eher zu vermuten, dass die Sonne dort einfach mehr scheint (die Energiequelle, die die Pflanzenmaschine Chlorophyll antreibt!), und es so mit wesentlich weniger Lesearbeit gelingt, zuckerhaltigere Traubensäfte zu gewinnen, die dann schneller, besser oder mehr Wein ergeben.

 

Dieselbe Gedankenanalytik wenden wir auf das englische Tuch an:

Was ist eine Rolle Tuch?

Eine Rolle Tuch ist eine geordnete Fügung von tierischen Fasern,
die von Wollschafen (in menschlicher Aufsicht aufwachsend) stammen.
Die Schafe wachsen dabei durch reichlicheres Grünfutter (Energiequelle für die Wollproduktionsmaschine „Schaf“) schneller,
und das Klima verleitet sie möglicherweise dazu, auch mehr Wolle zu produzieren, als sie es im warmen Portugal tun würden.
Die Schafe werden (von Menschenhand) geschoren, die Wolle wird (von Menschenhand) gesponnen,
anschließend auf Webstühlen (von Wasser- oder Dampfkraft angetrieben) zu Tuch verarbeitet.

Ist es plausibel, dass die besser qualifizierten Schafhirten es sind, die dafür sorgen, dass in England von einem Arbeiter im Schnitt mehr Wolle zu Tuch verarbeitet wird?

Nein, sicher nicht. Entweder diese in England nicht benötigten Arbeiter werden bei der Schafschur eingespart (dickere Wolle) oder aber in England wird mehr maschinelle (Fremdenergie) für die Produktion von Tuch eingesetzt (um die Webstühle zu betreiben, oder auch die Spinnereien).

 

Denn eines ist sicher:
Bei den im lager liegenden 2200 Rollen Tuch gilt, dass die gesamte ARBEITSLEISTUNG (physikalisch notwendige Arbeit) ist bei diesen 2200 Rollen Tuch genau 10% höher liegen muss, als bei 2000 Rollen.

Ebenso ist bei den 2125 Fässern WEIN die gesamte ARBEITSLEISTUNG (chemische Umformung der Ausgangsstoffe in das Endprodukt) ganz sicher ebenso 6,25% höher als bei nur 2000 Fässern Wein.

 

Dazu hat Ricardo den Teleporter vorausgesetzt.
Denn Ricardo vernachlässigt die Energie, die nötig ist, um den Wein von Portugal nach England zu transportieren, und umgekehrt das Tuch von England nach Portugal zu schaffen.

Fazit:

Ricardo hat unvollständig gerechnet – weil er nur die monetär verkürzte Sichtweise auf das Abstraktum „Wirtschaft“ hatte.

Das ist sein grundlegender Irrtum – allerdings ist er mit diesem Irrtum nicht allein.

 

 

 

Silvester – Salutschuss in Norwegen

Geschrieben in Magisches von Olaf Schilgen am 30 Dezember 2011

 

Zum Neuen Jahr hier mein Salutschuss auf einem kleinen Fjord in Norwegen.

 

 

Wir haben in diesem kleinen Fjord diese Bordkanone von dem Flugzeug übernommen, und mussten daher einmal testschießen.

Das habe ich dann mit der damals auch nicht mehr ganz taufrischen Sony F505 aufgenommen.

Aber egal, wann das war, und wie gut die Bildqualität ist: Ich wünsche hiermit allen …

… ein Frohes Neues Jahr 2012!

Noch hier?

ach ja, da war doch noch was!

 

 

Vive la Mêrkélé … !

 

 

Peak Oil and everything

Geschrieben in Home von Olaf Schilgen am 24 Dezember 2011

Peak Oil habe ich in kurzen Sätzen hier schon auf meiner Webseite erläutert:

Die Problematik in sehr unterhaltsamer Form kann man in diesem Film betrachten:

Darüber hinaus beleuchtet dieser Film die von der Energie abhängigen Themen über die reine Energie-Problematik insgesamt:

Quelle: Youtube

Beides keine ganz undramatischen Themen.
Aber wir werden damit leben müssen, und eine Lösung finden.
Wie auch immer sie aussieht.

Frohe Weihnachten!

Schreibstil

Geschrieben in Magisches,Schreiben von Olaf Schilgen am 23 Dezember 2011

Abgefahrener Test!

Man gibt ein wenig Text ein, und die Webseite der FAZ sagt einem, wie man schreibt. Also wem der Schreibstil ähnelt, den man in den (hoffentlich eigenen) Worten dort hat analysieren lassen. Hier der Artikel dazu: Artikel, wie man schreibt als Test.
Ich hab es getestet…

Das Ergebnis ist witzig:

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

 

… aber das ist natürlich noch nicht der letzte Test gewesen!

Nochmal ein paar Worte hinterlassen, und das Ergebnis:

Sigmund Freud

Das kann man doch toppen.
Noch ein Text! Ergebnis:

Sigmund Freud

Wie bitte? Wieder dieser Seelenklempner?
Jetzt hol ich das letzte Schreiben an die Verwaltung raus. Nochmal Test!
Ergebnis:

Sigmund Freud

Autsch!

Was ist das hier?
Die letzte Rezension, und wieder den Test!
Neues Ergebnis!

Friedrich Nietzsche

Noch ein Versuch, ein älterer Text:

Peter Handke

Hm. Stephen King ist immer noch nicht in dem Ergebnis.
Also noch ein paar alte Texte rausgesucht …

Heinrich Böll

Finde ich immer noch nicht witzig genug.
Weitersuchen, das ist die Devise!
Hier, friss, Schreibanalyealgorithmus.
Was kommt?

Alexa Hennig von Lange

Eine Frau?
Nee, lieber Algo … das geht so nicht.
Friss das hier …

Alfred Döblin

Na warte.
Nun geh ich hin, und nehme einen fremden Text. Von einem Autor, der durchaus bekannt ist, und Bestseller schreibt.
Was gibst Du mir zurück?

Uwe Johnson

Der finale Großversuch. 20 Seiten Text, aus eigener Feder!
Ergo:

Sigmund Freud

Nein, nicht schon wieder dieser Mondanbeter und Stille Post der Gedanken Leser!

noch ein Versuch. Etwas FRISCH GESCHRIEBENES:

Stephen King

Wow!
Genial!

Jetzt mach ich noch mal, mit demselben Text, eine kleine Überarbeitung nach dem Text-TÜV, wobei hier TÜV nur für Text Überarbeitungs-Verbesserung bedeutet, und nur als Kurzform dieser etwas länglichen Langfassung zu verstehen ist:
Was kommt nun dabei raus?

Olaf Schilgen

WOW!
Ja!
Genau so!

und jetzt gebe ich noch mal als Gegencheck den Text dieser Webseite dort ein.
Was bringt das zu Tage?

Olaf Schilgen

Ok. Passt. So kann man das stehen lassen!