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Kapitalrendite – wo ist das Pedal des Perpetuum Mobiles des Kapitalismus?

Geschrieben in Home,Wirtschaftstheorie von Olaf Schilgen am 29 März 2011

Dass verschiedene Banken sich eine Eigenkapitalrendite von 25% als Ziel ausgeben, dürfte bekannt sein. Das Ziel ist so auch in Ordnung – wie jedes Ziel, das sich jemand setzt.
Dass dieses Ziel derzeit als „zur Zeit nicht erreichbar“ bezeichnet wird, ist gerade hier (Capital.de) nachzulesen.
Dazu steht dort, dass der durchschnittliche Investmentbanker 403.000 Euro im Jahr „bekommt“.

Aber ganz abgesehen von einer „wer bekommt wieviel“-Debatte: Was treibt dieses offensichtlich jahrelang gut laufende „Schein-Perpetuum-Mobile“ an? Offensichtlich gibt es hier doch eine Menge Geld zu „holen“.
Wie kann das funktionieren?
Der Kommunist wird darauf sicher sagen, dass es eine Verteilungsungerechtigkeit gibt. Der Kapitalist wird darauf verweisen, dass das so nicht stimmt, denn wenn alle im Wettbewerb stehen, ist das gut für alle, und die Wirtschaft wächst.

Mir schleichen leise Zweifel durchs Hirn, dass das die letzte Antwort ist.
Denn wie kann es sein, dass es offensichtlich bislang allein durch ein „Wirtschaftssystem“ eine so gigantische Zunahme an Volksvermögen, an Bauwerken, Fabriken, Häusern, Straßen Autos, Schiffen, Abermillionen von Fernsehern, und im Endeffekt an irgendwann von irgendwem geleisteter Arbeit gibt?

Ein Haus mit seiner Händer Arbeit zu bauen kostet eine Menge Zeit und Energie. Ich habe mir mit meinen eigenen Händen, mit Axt, Beil und Säge, eine Hütte gebaut. Steht links unter „Gamme“ zu bewundern. Dazu habe ich etwa 150 Bäume gefällt, geschält, und dann passend gesägt zusammengesetzt. Dann habe ich Birkenrinde darübergeschichtet, und das ganze mit Graswurzeln abgedeckt.
Ich hab dafür zwei Jahre gebraucht, besser die Urlaube in zwei Jahren. Und ich habe eine Motorsäge genutzt – ohne hätte ich leicht die doppelte Zeit benötigt. Nur eine kleine Motorsäge!

Wie lange würde es dauern, den Burj Khalifa ohne Maschinen zu bauen?
Wieviel Energie steckt allein in diesem Bauwerk, in den Baumaterialien?
Wie kann ein Schreibtischtäter, als Investmentbankster getarnt, im Schnitt mit 403.000 Euro nach Haus gehen?
Wer hat da für ihn Arbeit geleistet, die er abschöpft?
Wer hat die Energie in welches System wie hineingegeben, das solche „Gewinne“ ermöglicht?

Wenn eine Volkswirtschaft immer „reicher“ wird – wer leistet da noch die Arbeit?

Eine interessante Frage, wie ich finde – und ich habe eine Antwort, die mir vorschwebt.

Vogel mini

Geschrieben in Magisches von Olaf Schilgen am 28 März 2011

Kaum erfindet Festo die künstliche Seeschwalbe, finde ich noch parallel einen Bericht, dass das US-Militär einen ferngesteuerten Mini-Kolibri gebaut hat. Der Minikolibri reagiert auf eine Fernsteuerung, und überträgt dazu noch ein Videobild. Das alles mit nur 20g Gewicht.
Ok, ich denke, einen Flug von ein paar Tagen schafft dieses Exemplar noch nicht.

Aber auch das ist faszinierend:

Wirklich cool. Wenn auch nicht so „magisch“ wie die Seemöve von Festo. Die fliegt wirklich elegant.

Better Place

Geschrieben in Technik von Olaf Schilgen am 28 März 2011

Better Place, das Unternehmen, das von Shai Agassi geleitet wird, beginnt so langsam mit der Realität Kontakt aufzunehmen.

Volvo Plugin Hybrid

Geschrieben in Technik von Olaf Schilgen am 28 März 2011

Volvo plant einen Plugin Hybrid. Was das genau ist? Das ist ein Auto, das „hybrid“ funktioniert. Sowohl ein Dieselmotor als auch ein Elektromotor ist darin enthalten. Was das aber zu einem „Plugin“ macht, ist eine Batterie, die nicht nur durch aufgenommene Bremsenergie, sondern auch zuhause über die Steckdose geladen werden kann. Dazu ist diese Batterie deutlich größer, als in den herkömmlichen Hybridfahrzeugen.
Ein Plugin Hybrid bietet im Regelfall, je nach Hersteller und Auslegung, eine Mindestreichweite, die einen Betrieb in der Stadt praktisch ganz ohne Verbrennungsmotor möglich macht.

Der Chef von Volvo, Stefan Jacobi, erzählt hier etwas dazu:

Die Firma Volvo gehört übrigens nun zu Geely, einem rein chinesischen Hersteller. Was das für die Einführung von Elektrofahrzeugen in China noch bedeuten kann, wird spannend zu sehen.

Volvo electric

Geschrieben in Technik von Olaf Schilgen am 28 März 2011

Wer meine Webseite ein wenig studiert, könnte den Eindruck bekommen, dass ich schon mal in Skandinavien war.

richtig!

Daher hier mal ein kurzes Video von Volvo, die im Winter ihr Batterieelektrisches Fahrzeug vorzeigen.
Wichtigstes Erlebnis bei den Journalisten? Es war schön warm …
Soviel mal zu qualifizierten Autojournalisten. Alles auch nur Schattenparker!

BMW i

Geschrieben in Technik von Olaf Schilgen am 28 März 2011

BMW hat ein nettes Werbevideo herausgebracht, in dem die Trennung von antriebseinheit und aufgesetzter Karosserie gut sichtbar wird.

Eine schöne Idee … und nett animiert. Hier nur zum Schauen – zu kaufen ist da noch nichts …

Das Wunder des Vogelflugs

Geschrieben in Magisches,Technik von Olaf Schilgen am 26 März 2011

Ich habe ja lange als Innovationsmanager bei Audi gearbeitet. Da gab es schon sehr interessante Ideen und Innovationen, die in dennächsten Jahren in den Fahrzeugen auftauchen werden.
Was jedoch die Firma Festo, ein Hersteller von für den Normalbürger ziemlich staubtrockenen Ventilen, Steuerungen, Elektroantrieben und Regeltechniken, auf der Hannover Messe jedes Jahr so zaubert, ist schon seit Jahren wunderbar.

Doch 2011 schießt Festo den Vogel ab.

Genauer: Festo hat den Vogelflug entschlüsselt. Festo hat geschafft, was schon die griechischen Philosophen beschäftigte: den Vogelflug mechanisch nachzubilden.
Es geht nicht um ein neues Flugzeug, und auch nicht um einen fliegenden Manta.
Es geht um eine fliegende Seemöve, mit ca 2m Spannweite etwas größer als das Original.

Man staune hier:

Das making of gibt es von Festo ebenso dazu:

Was bleibt mir dazu zu sagen?
„Haben wollen“.
Besser als jeder Modellflieger. Eine nachgerade Jahrhunderte umgrabende Erfindung!