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Das Geldsystem außer Rand und Band

Geschrieben in Wirtschaftstheorie von Olaf Schilgen am 5 Februar 2011

Ein Artikel, der die FInanzpolitik der USA ziemlich auseinandernimmt, findet sich hier: Der „Gazillion“-Betrug der Federal Reserve

Titel:
Der „Gazillion“-Betrug der Federal Reserve

Autor: Artur P. Schmidt
Datum: 04.02.2011
Auf dem Weg in die größte Depression aller Zeiten

Ein paar kleine Zitate aus diesem Text:

Mittlerweile besitzt die Fed mehr Staatsanleihen (Treasuries) als die Volksrepublik China. So betrug das Volumen an Treasuries, Schatzwechseln und anderen US-Schuldtiteln im Besitz der Notenbank in der vergangenen Woche 1,11 Billionen US Dollar. Die von China gehaltenen Bestände belaufen sich laut einer Statistik des US-Finanzministeriums nur noch auf 896 Milliarden US-Dollar. Nur um die Zinsen der gemachten Schulden zu bezahlen, wird in den führenden Industrienationen zukünftig mehr als ein Drittel des Bruttosozialproduktes dafür verwendet werden müssen. Ein Zustand der nur zu einer einzigen Lösung führen kann: einer Währungsreform im globalen Maßstab.

und einiges weiter unten:
Fast hat es den Anschein, dass in den USA Bankster regieren, während das Repräsentantenhaus und der Kongress die Rolle von abnickenden Marionetten spielen müssen. Hierbei agiert die Fed als globales Pfandhaus, wobei sie etwa 9 Billionen USD auf 18 Finanzinstitute verteilte, indem sie alles, was die Banken besaßen, als Sicherheiten hereinnahm. Damit wurde in den USA die erste postmoderne Pfandhaus-Ökonomie begründet, die im noch längst nicht beendeten Quantitative-Easing ihren Höhepunkt fand. Man verpfändet alles, was man an Vermögen hat, nur um nicht in die Versuchung des Sparens zu kommen. Konsum um jeden Preis, bis auch das Pfandhaus pleitegeht.

Beim Lesen dieses Artikels stellt sich mir wieder die Frage: was ist Geld eigentlich? Wie kann es möglich sein, dass so viel Geld auf den Markt kommt, und wie kann man dieses Geld wieder „wegzaubern“? Das Geld, was da „irgendwie“ auf den Markt kommt, ist ja in jedem Fall ein Kredit, und damit ein Leistungsversprechen.

Und da hake ich wieder ein: Dieses Übermaß an Leistungsversprechen kann offensichtlich niemand mehr einlösen.

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